Art 19 – Box One (11.12.2019 – 31.01.2020)

Gerhard Richter, Cut, 2018 William Kentridge, God’s Opinion is Unkown, 2019
Zugunsten von Amnesty International gibt Art 19 eine limitierte Edition von zehn Originalgraphiken mit neuen Arbeiten von Ayşe Erkmen, Shilpa Gupta, Ilya & Emilia Kabakov, William Kentridge, Shirin Neshat, Yoko Ono, Gerhard Richter, Chiharu Shiota, Kiki Smith und Rosemarie Trockel heraus.

In der Ausstellung „Art 19 – Box One“ werden diese hochwertigen Graphiken ab dem 11. Dezember 2019 erstmals im me Collectors Room Berlin präsentiert. Es folgen weitere Ausstellungen im MAMCO – Musée d’art moderne et contemporain in Genf, im DOX Centre for Contemporary Art in Prag, sowie im Salon d‘Honneur des Grand Palais in Paris.

“Box One” ist das erste Projekt von Art 19 und umfasst zehn Originalgraphiken (98 x 68 cm) der folgenden international renommierten Künstler*innen:

Ayşe Erkmen, BBB/ Broken Blue Bracelet, 2019
geboren in Istanbul, lebt in Istanbul (Türkei) und Berlin (Deutschland)

Shilpa Gupta, No Title, 2012 – 2019
geboren und lebt in Mumbai (Indien)

Ilya & Emilia Kabakov, We are Free!, 2018
geboren in Dnipropetrowsk, heute: Dnipro (Ukraine), leben auf Long Island (USA)

William Kentridge, God’s Opinion is Unkown, 2019
geboren und lebt in Johannesburg (Südafrika)

Shirin Neshat, From “The Home of My Eyes” series, 2015 – 2019
geboren in Qazvin (Iran), lebt in New York (USA)

Yoko Ono, A Piece of Sky, 2019
geboren in Tokio (Japan), lebt in New York (USA)

Gerhard Richter, Cut, 2018
geboren in Dresden (Deutschland), lebt in Köln (Deutschland)

Chiharu Shiota, Being Human, 2019
geboren in Osaka (Japan), lebt in Berlin (Deutschland)

Kiki Smith, Flowers in the Sky, 2019
geboren in Nürnberg (Deutschland), lebt in New York (USA)

Rosemarie Trockel, Film Muet, 2019
geboren in Schwerte (Deutschland), lebt in Köln (Deutschland)

In handgefertigten Leinenboxen werden die Originalgraphiken in einer limitierten Auflage von 100 Exemplaren (für 50.000 € per Box) für Kunstliebhaber und Unterstützer von Amnesty International zum Verkauf stehen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an office@art-19.com. Um ihr Engagement gegenüber Amnesty International zu zeigen, verzichten alle Künstler*innen auf ein Honorar.

Art 19 ist eine von vier Freunden gemeinsam ins Leben gerufene Initiative. Ihre Gründer bündeln dabei langjährige Erfahrung in den Bereichen Kunst und Menschenrechte: Mike Karstens (Galerist und Master Printer aus Münster), Burkhard Richter (Anwalt für Wirtschaftsrecht im Ruhestand, Kunstberater und Kurator aus Düsseldorf), Bill Shipsey (Art for Amnesty Gründer und Barrister im Ruhestand aus Dublin) sowie Jochen M. Wilms (Entrepreneur und Produzent von Kunstprojekten aus Berlin). Die Idee für Art 19 entstammt dem gemeinsamen Engagement Shipseys und Wilms‘ für Art for Amnesty, einem globalen Programm, in dem Amnesty International Künstler_innen in seine Arbeit einbindet. Shipsey und Wilms haben ihre Kompetenzen mit denen von Karstens und Richter gebündelt, die wiederum ihren großen Erfahrungsschatz und ihre vielfältigen Kontakte in der Welt der zeitgenössischen Kunst in das Projekt einbringen. Karstens arbeitet seit Jahrzehnten mit vielen Künstler_innen von Weltrang zusammen. Seine Editionen wurden von den wichtigsten Museen der Welt erworben. Größere Projekte waren die Entwicklung des Kölner Domfensters und des Monumental-Werks „Strontium“ für Gerhard Richter.

Ziel der Initiative ist, Amnesty Internationals Arbeit für Menschenrechte durch Spendengelder zu unterstützen. Der Name „Art 19“ bezieht sich auf Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: „Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung“.

Amnesty International
Alles begann mit einem Zeitungsartikel. Am 28. Mai 1961 veröffentlichte „The Observer“ den vom Anwalt Peter Benenson verfassten Artikel „Die vergessenen Gefangenen“. In Zeitungen auf der ganzen Welt zahlreich abgedruckt, wurde Benensons Appell schließlich zum Startzeichen für eine Menschenrechtsbewegung, die bis heute Menschen weltweit in Solidarität vereint, um gemeinsam für Gerechtigkeit und Freiheit einzustehen. In seinem Artikel nannte Benenson die Inhaftierten „Prisoners of Conscience“ und beschreibt sie als Menschen, die wegen ihrer persönlichen Umstände (sexuelle Ausrichtung, ethnische Zugehörigkeit, nationale oder soziale Herkunft, Sprache, Geburt, Hautfarbe, Geschlecht, Lebensstandard) oder aber wegen ihrer Überzeugung (Religion, politische Einstellung), die sie gewaltfrei zum Ausdruck brachten, verhaftet wurden.
Innerhalb nur eines Jahres war die Menschenrechtsorganisation, die später den Namen Amnesty International tragen sollte, in Ländern auf der ganzen Welt vertreten. Mittlerweile zählt Amnesty International global über sieben Millionen Mitglieder und UnterstützerInnen, die gemeinsam für eine Welt einstehen, in der Menschenrechte für jeden gelten. Ausschließlich finanziert durch Mitglieder und UnterstützerInnen, ist Amnesty International bis heute von politischen Parteien, Ideologien, Wirtschaftsinteressen und Religionen unabhängig.

     

Gerhard Richter – Portraits aus der Olbricht Collection

Gerhard Richter – Portraits aus der Olbricht Collection

Der Fokus der ausgestellten Werke von Gerhard Richter, der international als einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart gilt, liegt auf den Menschenbildern – seit den 1960er Jahren eines der zentralen Themen auch seiner Editionen.

weiterlesen